Frequently Asked Questions

  1. Was ist TrustBills?

    TrustBills ist ein Auktionsmarktplatz, über den Lieferanten ihre Forderungen bilanzwirksam verkaufen, indem Sie einen Bieter-Wettbewerb, eine Auktion, unter institutionellen Investoren, Banken und Firmenkunden starten. Den Zugang zu TrustBills erhalten interessierte Unternehmen und Investoren über Partnerbanken. Rechnungen können manuell oder automatisiert hochgeladen werden. Der Verkauf von Forderungen kann offen oder still erfolgen (stille oder offene Zession). TrustBills erlaubt ferner die Einholung von unwiderruflichen Zahlungsversprechen des Debitors.

  2. Wer steht hinter TrustBills?

    Die derzeitigen Hauptanteilseigner sind Maravon GmbH, eine auf Finanztechnologie spezialisierte Beratungsfirma, die DZ BANK AG und die Deutsche Bank AG.

  3. Warum brauche ich TrustBills?

    Ähnlich wie das erfolgreiche Ebay nutzt TrustBills das Prinzip eines internetbasierten Auktionsplatzes. TrustBills etabliert für Unternehmen und Investoren einen schnellen, fairen und bequem bedienbaren globalen Marktplatz für Handelsforderungen. Firmen, die ihre Handelsforderungen über TrustBills verkaufen, erfahren einen transparenten, schnellen und einfachen Preisbildungsprozess, bei dem die Käufer einen Überblick über das Gesamtangebot erhalten und die Verkäufer Zugang zu einer breiten Käuferbasis erlangen. Die wesentlichen Merkmale von TrustBills sind:

    1. Schnelligkeit: Der Einsatz von Verfahren der künstlichen Intelligenz und Echtzeit-Auktionsmechanismen verkürzen die Abwicklungszeiten auf ein Minimum.
    2. Fairness: Die Forderungsverkäufer bestimmen den Mindestpreis, den Umfang und den Zeitpunkt für den Verkauf ihrer nationalen und internationalen Handelsforderungen – auch Einzelforderungen. Durch den Auktionsprozess erhält der Forderungsverkäufer einen marktgerechten Preis je Einzelforderung, da seine Forderung einer Großzahl von Investoren über den e-Commerce Marktplatz von TrustBills angeboten wird. Der Forderungsverkäufer kann die möglichen Investoren selbst auswählen bzw. unerwünschte ausschließen.
    3. Nutzerfokus: Die Gestaltung der Benutzeroberfläche und Funktionalitäten wurde einzig auf den Bedarf der Nutzer abgestimmt.
  4. Welchen ökonomischen Nutzen gewinne ich durch TrustBills?

    Firmen erhalten durch TrustBills eine Alternative zu den etablierten Finanzierungsprodukten, um Liquidität zu generieren sowie Inkasso-Aufwände und Kredit- bzw. Zahlungsrisiken zu reduzieren. Der regresslose Verkauf von Handelsforderungen (True Sale) kann zu einer Bilanzverkürzung genutzt werden und diese hat in der Regel eine Verbesserung der Kapital- bzw. Bilanz-Kennzahlen zur Folge. Dies führt in der Regel zu einer Reduzierung der (Fremd)Finanzierungskosten.

  5. Was kostet TrustBills?

    Für die einmalige Registrierung auf TrustBills wird eine Gebühr i.H.v. EUR 500,-- erhoben. Für das Einstellen und die Verauktionierung von Rechnungen bezahlt der Forderungsverkäufer für unbestätigte Rechnungen eine Posting-Gebühr i.H.v. 0,10% vom Rechnungsbetrag (mind. EUR 100,--). Jeder Verkäufer, der für eine Handelsforderung, die auf TrustBills zum Verkauf einstellt wird, eine Bestätigung durch den Schuldner im Sinne eines (deklaratorischen) unwiderruflichen Zahlungsversprechens erhält, zahlt hierfür neben der Posting-Gebühr zusätzlich 0,02% (= 2 Basispunkte) pauschal vom Rechnungsbruttobetrag, mithin insgesamt 0,12% (= 12 Basispunkte) mindestens jedoch EUR 120,00.

    Für das erneute Einstellen von nicht-verkauften Rechnungen erheben wir eine Re-Posting-Gebühr i.H.v. 25% der Posting-Gebühr und für die erneute Überprüfung von Rechnungen eine Re-Check-Gebühr i.H.v. 50% der Posting-Gebühr.

    Der Käufer von Handelsforderungen bezahlt eine Closing-Gebühr in Abhängigkeit von der Restlaufzeit der Forderung, d.h. vom Tag des Auktionsstarts bis zur Fälligkeit der Rechnung: von 11 bis 30 Tagen 0,05%, von 31 bis 60 Tagen 0,10% und ab 61 Tagen 0,15% vom Rechnungsbetrag.

    Registrierung

         Zahlbar durch
    Registrierungsgebühr einmaligEUR 500,--Alle Nutzer

    Verkauf einer Forderung auf TrustBills

    Gebühren berechnet auf Basis des Rechnungsbetrages

     Unbestätigte ForderungBestätigte ForderungZahlbar durch
    Posting Gebühr 0,10% mind. EUR 100,--Verkäufer
    Bestätigungs-Gebühr zzgl. 0,02%, inkl. Posting Gebühr mind. EUR 120,--Verkäufer
    Re-Posting-Gebühr 0,025%0,030%Verkäufer
    Re-Check-Gebühr 0,050%0,060%Verkäufer

    Kauf einer Forderung auf TrustBills

     Restlaufzeit einer Forderung (Auktionsstart bis zur Fälligkeit)Zahlbar durch
    11 - 30 Tage31 - 60 Tage61 Tage und mehr
    Closing-Gebühr 0,05%0,10%0,15%Käufer
  6. Wie registriere ich mich und wie lange dauert dies?

    Der Registrierungsprozess wurde so konzipiert, dass ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet wird. Die Dauer hängt maßgeblich von der Mithilfe des Benutzers ab. Sämtliche eingegebenen Benutzerdaten durchlaufen einen mehrstufigen Prüfprozess bei dem TrustBills auf die Mitwirkung der ausgewählten TrustBills Partnerbank zurückgreift. Der gesamte Registrierungsprozess bis zur Freischaltung der Nutzer kann zwischen 10 Tagen und 3 Wochen in Anspruch nehmen. Um eine möglichst reibungslose und schnelle Registrierung zu ermöglichen, sprechen Sie bitte mit dem Kundenbetreuer Ihrer Partnerbank. Er kann Sie bei der Registrierung unterstützen und dafür sorgen, dass die Prozesse auf Seiten der Partnerbank ohne Verzögerung durchgeführt werden.

  7. Muss ich ein spezielles Konto eröffnen bzw. wie hoch sind die Gebühren hierfür?

    Voraussetzung für die Nutzung von TrustBills ist ein Konto bei einer Partnerbank. Die Kosten hierfür legt die Partnerbank fest.

  8. Muss ich den Debitor meiner Forderung über den Verkauf informieren? Woher bzw. wann weiß der Debitor, dass meine Forderung verkauft wurde?

    Sie entscheiden selbst, ob der Debitor über den Verkauf der Rechnung(en) informiert werden soll. Denn TrustBills ermöglicht Forderungsverkäufe mit und ohne Anzeige des Verkaufs bzw. der Forderungs-Abtretung an den Debitor (offene und stille Zession). Beim grenzüberschreitenden Forderungsankauf kann die Anzeige des Forderungsverkaufs bzw. der Forderungsabtretung an den Debitor in bestimmten Jurisdiktionen gesetzlich vorgeschrieben sein. Voraussetzung für den Verkauf ist, dass TrustBills Kontovollmachten für sämtliche Rechungseingangskonten vorliegen. Bei Forderungsverkäufen mit Anzeige an den Debitor bietet TrustBills darüber hinaus noch die Option, dass der Debitor trotz Anzeige Zahlung an den Forderungsverkäufer leisten kann. TrustBills erlaubt ferner über die eigene Plattform die Einholung von unwiderruflichen Zahlungsversprechen des Debitors.

  9. Welche Lieferanten können ihre Forderungen über TrustBills veräußern?

    Im Handels-, Genossenschafts-, oder Vereinsregister eingetragene Rechtspersönlichkeiten, die (Ziel)Kunden der Partnerbanken sind und deren Geschäftstätigkeit mindestens 3 Jahre besteht, können B2B (ausschließlich) -Handelsforderungen auf TrustBills veräußern

  10. Welche Forderungen können über TrustBills verkauft werden?

    Sämtliche Handelsforderungen gegenüber im Handels-, Genossenschafts- und Vereinsregister eingetragene Rechtspersönlichkeiten mit einem Mindestbetrag von EUR 15.000 und einer Mindestrestlaufzeit von 11 Tagen ab Auktionsstart.

  11. Können auf TrustBills Rechnungen für Abschlagszahlungen verauktioniert werden?

    Auf TrustBills dürfen nur Forderungen angeboten werden, die tatsächlich bestehen und nicht mit Einwendungen und Einreden behaftet sind - also Forderungen, die bei Fälligkeit vom Schuldner beglichen werden müssen. Ob Ihre Forderungen auf Abschlagszahlungen diese Voraussetzungen erfüllen, richtet sich nach dem zugrunde liegenden Vertrag zwischen Ihrem Unternehmen und dem Abnehmer/Schuldner. Typischerweise ist bei Abschlagszahlungen gewollt, dass sie dem Unternehmer kurzfristig zufließen, damit er sie nutzen kann, um die Kosten zu decken, die mit der weiteren Projektdurchführung verbunden sind. Deshalb werden Forderungen auf Abschlagszahlungen in vielen Fällen frei von Einwendungen und Einreden sein. Besondere Vorsicht ist aber bei der letzten Forderung bei einem Projekt geboten, weil es zum einen nahe liegt, dass der Schuldner hier Minderungsansprüche geltend machen kann falls das Projekt nicht vertragsgemäß zu Ende gebracht wurde und zum anderen der Anspruch auf die Abschlagszahlung und damit deren Geltendmachung neben dem eigentlichen Vergütungsanspruch ausgeschlossen sein kann, wenn Schlussrechnungsreife besteht.

  12. Wer bietet auf die Forderungen meiner Rechnungen?

    TrustBills gewährleistet eine starke Verbreiterung der Investorenbasis. Neben Banken bietet TrustBills auch institutionellen Investoren die kostengünstigste Möglichkeit, Zugang zu einem profitablen Markt mit einem sehr attraktiven Risikoprofil und kurzer Kapitalbindung zu erhalten. Mit TrustBills ist es möglich, durch eine Filterfunktion auf einer geschützten Website aus einem großen Pool von Handelsforderungen ein nach Investorenpräferenzen geeignetes Portfolio zusammenzustellen und mit integriertem Bestandsführungs-, Risikomanagement-, Meldewesen- und Buchführungssystem zu verwalten.

  13. Sind meine Daten vor meinen Wettbewerbern geschützt? Kann ich bestimmte Käufer ausschließen?

    Benutzer haben keine Möglichkeit auf die Daten anderer Benutzer zuzugreifen. Auch ein direkter Zugang zur Datenbank wird über Sicherheitsmechanismen geschützt, um Angriffe von Hackern zu verhindern. Wo möglich werden zusätzlich Inhalte verschlüsselt gespeichert, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Als öffentlicher Marktplatz für Forderungen ist es wichtig, einen möglichst großen Kreis an Investoren anzusprechen. Um den Charakter einer Auktion zu gewährleisten, ist es erforderlich, einen Bietprozess zu initiieren. TrustBills arbeitet hier mit Filtermöglichkeiten. Der Benutzer muss mehrere Investoren auswählen und kann vorgeben, welchen Branchen bzw. welchen Firmen er seine Forderungen anbieten möchte. Dies wird durch eine „Investorenverwaltung", bei der ganze Branchen aber auch einzelne Firmen ausgewählt werden können, ermöglicht.

  14. Kann ich gleichzeitig als Forderungsverkäufer und -käufer agieren?

    Ja, denn TrustBills unterscheidet nicht zwischen Käufern und Verkäufern. Sobald alle benötigten Daten vorliegen, können Sie frei auf unserer Plattform agieren.

  15. Wie sicher ist die Plattform?

    TrustBills unterliegt den Bestimmungen der deutschen Datenschutz-Gesetze. Die Server befinden sich in Deutschland. Die Betrugsprävention auf TrustBills ist ein wichtiges Element.

    Sämtliche Marktplatzteilnehmer werden durch das Durchlaufen eines KYC-Prozesses bei einer Partnerbank authentifiziert. So können Betrugsfälle verfolgt werden und die Verantwortlichen in Haftung genommen werden. Mit Methoden der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens werden die für eine Auktion hochgeladenen Handelsrechnungen prophylaktisch geprüft und analysiert, um Betrugsfälle bereits zu stoppen, bevor sie begangen werden.

  16. Welche Eckdaten kann ich für eine Auktion vorgeben?

    Nach Prüfung und Freigabe der Forderungen durch TrustBills können für die Auktion u.a. der Mindestpreis, der Beginn und die Dauer sowie die möglichen Forderungskäufer vorgegeben werden.

  17. Welche Filterfunktionen gibt es?

    TrustBills arbeitet mit einer sogenannten „Investorenverwaltung“. Der Benutzer hat selbst die Möglichkeit, diesen Filter zu konfigurieren und Branchen sowie einzelnen Investoren für seine Auktionen freizuschalten. Investoren wiederum können ihre Gebote manuell oder automatisiert auf der Basis verschiedenster Kriterien (z.B. Betrag, Laufzeit, ROI, Minderungen, Debitor, etc.) vornehmen.

  18. Wie bieten Investoren auf Handelsforderungen?

    Forderungskäufer können ihre Gebote manuell oder automatisiert auf der Basis verschiedenster Kriterien (z.B. Betrag, Laufzeit, Währung, ROI, Debitor, etc.) vornehmen. Ein weiteres Gebot muss mindestens ein Inkrement (EUR 10,-- ) über dem vorangegangenen Höchstgebot liegen.

  19. Wann bekomme ich mein Geld, in welcher Höhe und von wem?

    Nach erfolgreicher Beendigung der Auktion erhält der Forderungsverkäufer vom Käufer den Auktionskaufpreis in voller Höhe. TrustBills fungiert hier als Intermediär, der den prozessualen Ablauf sicherstellt. Bei Zahlung der Forderung wird der gezahlte Betrag automatisch an den Forderungskäufer, d.h. den neuen Forderungsinhaber, überwiesen.

  20. Was passiert, wenn der Debitor die Rechnung nicht bezahlt?

    Sollte bei Fälligkeit der Debitor nicht Zahlung leisten, so startet TrustBills einen automatisierten mehrstufigen Erinnerungsprozess.

  21. Welche Aspekte sind bei grenzüberschreitenden Handelsforderungen relevant?

    Einer der wesentlichen Aspekte des internationalen Forderungskaufs ist die Berücksichtigung und Würdigung unterschiedlicher Rechtssysteme. So unterliegt der Ankauf einer Handelsforderung eines deutschen Lieferanten, die er gegenüber seinem französischen Kunden hat, einem anderen Rechtsrahmen als dem, bei dem ein französischer Lieferant seine Forderungen gegenüber einem deutschen Abnehmer verkauft. TrustBills baut und integriert eine Regel-Matrix für internationale Transaktionen. Diese berücksichtigt unter anderem zivilrechtliche Abtretungsprozesse, Steuerfragen, Anleger- und Datenschutz sowie Geldwäsche- und Embargo-Vorschriften – und das alles im internationalen Kontext.

  22. Muss ich die Auktion verfolgen bzw. kann ich Benachrichtigungen individuell einstellen?

    Die Auktion wird automatisch durchgeführt. Sie werden über das Auktionsende per E-Mail informiert.

  23. Wie groß ist mein Arbeitsaufwand?

    Als Forderungsverkäufer ist Ihr Aufwand minimal. Sie haben für das Hochladen drei Möglichkeiten:

    1. Sie geben Rechnungsdaten direkt auf TrustBills ein,
    2. Sie übertragen Ihre Rechnungsdaten in eine Excel-Vorlage oder
    3. Sie erstellen aufgrund einer von TrustBills vorgegebenen Schnittstellenbeschreibung eine automatische Schnittstelle zu Ihrem ERP-System.

    Nach Freigabe der Rechnungen durch TrustBills und Vorgabe der Eckdaten für die Auktion können Sie eine Auktion manuell oder automatisch starten lassen. Danach müssen Sie nicht mehr eingreifen, denn nach erfolgreichem Abschluss der Auktion erhalten Sie den Kaufpreis automatisch auf Ihr Konto. Außerdem erhalten Sie einen Datensatz, der in Ihrem ERP-System den Verkauf der Forderung registriert. Bei Fälligkeit und Zahlungseingang kümmert sich TrustBills automatisch um die Weiterleitung des gezahlten Betrages an den Investor.

  24. Wie lange läuft eine Auktion?

    Es besteht die Wahlmöglichkeit, Auktionen 1, 3 oder 7 Kalendertage laufen zu lassen.

  25. Kann ich eine Auktion stoppen?

    Eine laufende Auktion kann nur in Ausnahmefällen abgebrochen werden. Sobald Sie eine Auktion starten, sind Sie - außer in diesen Ausnahmefällen - verpflichtet, die Forderung an den Höchstbietenden zu verkaufen. Lesen Sie zu den Ausnahmen bitte unsere Plattformbedingungen.

  26. Was passiert, wenn meine Rechnung nicht gekauft wird?

    Sie werden per E-Mail darüber informiert, dass Ihre Rechnung nicht zu dem von Ihnen vorgegebenen Mindestpreis verkauft werden konnte. Sie haben daraufhin die Möglichkeit, Rechnungen zu einer reduzierten „Posting-Gebühr“ erneut einzustellen und dies so oft Sie wollen.

  27. Gibt es eine „Sofort-Kaufen“-Option?

    Eine „Sofort-Kaufen“-Funktion ist derzeit nicht verfügbar. Sollten Sie eine solche Funktion vermissen, schicken Sie uns bitte eine E-Mail und wir werden abwägen, ob wir für unseren Benutzerkreis eine solche Funktion langfristig anbieten.

  28. Was geschieht, wenn der Debitor meine Rechnung vor Fälligkeit bezahlt?

    TrustBills beginnt bereits 5 Bankarbeitstage vor dem eigentlichen Fälligkeitstag der Rechnung mit der Überwachung der Rechnungseingangskonten. Sollte es dennoch zu einem vorzeitigen Zahlungseingang kommen, der nicht automatisch von TrustBills erfasst werden kann, werden Sie als Forderungsverkäufer informiert. Sie müssen in diesem Fall bitte kontrollieren, ob bereits eine Zahlung eingegangen ist und uns entsprechend in Kenntnis setzen.

  29. Was geschieht, wenn der Debitor die Forderung nicht vollständig bezahlt?

    Neben dem Zahlungs- bzw. Insolvenz-Risiko des Debitors übernehmen die Investoren auf TrustBills auch das Zahlungsverhalten-Risiko. Alle diese Risiken können im Preisfindungsprozess von den Investoren bewertet werden. Allerdings haftet der Forderungsverkäufer grundsätzlich zu 100% für den Bestand der Forderungen sowie die Einredefreiheit und die Absenz von Aufrechnungsmöglichkeiten. Der Verkäufer hat allerdings die Wahlmöglichkeit, seine Garantie auf 80% des Nennwerts der Forderung zu beschränken. Das heißt, wenn weniger als 20% der Forderung nicht bestehen, z.B. durch Einreden, Vertragsänderungen etc., ist der Verkäufer nicht verpflichtet, für den aus dem Nichtbestand resultierenden Fehlbetrag von bis zu 20% des Nennbetrags der Forderung einzustehen. Dieses Risiko wird durch die Überwachung der Zahlungsströme bzw. des typischen Zahlungsverhaltens messbar und den Investoren angezeigt. Bestehen dagegen weniger als 80% der verkauften Forderung, kann der Käufer den Verkäufer aus der Garantie auf den gesamten Betrag der Forderung (100%) in Anspruch nehmen. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Verkäufer bei Minderungen größer als 20% wohl bereits von Problemen an der Ware/Dienstleistung wusste und daher dem Investor zu 100% des Rechnungsbetrags haften muss.

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